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Sprachförderung von Anfang an

Deutsch als 1. Schritt zur Integration


Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gibt es einen breiten Konsens über die Notwendigkeit des raschen Erlernens der deutschen Sprache, um Integration von Anfang an zu ermöglichen und die betroffenen Menschen handlungsfähig zu machen.

Die Kenntnis der deutschen Sprache ist die Basis, um eine Teilnahme an der Gesellschaft möglich zu machen und dadurch österreichische Lebensweisen kennenlernen zu können – geförderte Kurse von zertifizierten oberösterreichischen Bildungsanbietern, jetzt auch für Asylwerberinnen und Asylwerber, unterstützen diese Ambitionen.

Die Integrationsstelle hat, gemeinsam mit oö. Sprachkursanbietern, im Jahr 2008 Sprachförderrichtlinien erarbeitet, um die Qualität der angebotenen Deutsch- und Alphabetisierungskurse zu gewährleisten.

Das Land Oberösterreich fördert seit 1. Jänner 2016 Alphabetisierungs- und Deutschkurse für Asylwerberinnen und Asylwerber - nun gibt es ein zweites Deutschförderpaket für den Zeitraum 1. Oktober 2016 bis einschließlich 31. Dezember 2017, wofür ein Budget in Höhe von € 4.533.750,00 zur Verfügung steht. Die Mittel tragen zu 60 % der Bund und zu 40 % das Land Oberösterreich.

Die Sprachniveaus dieser Kurse reichen von Alphabetisierung bis B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Für den Besuch von Kursen ab A2-Niveau ist der Nachweis entsprechender Vorkenntnisse in Form von abgelegten Sprachprüfungen erforderlich.

Zielgruppe für die Kurse sind Asylwerberinnen und Asylwerber aus den Herkunftsländern Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Somalia, Eritrea und der Russischen Föderation, Personen aus anderen Herkunftsländern können nach einer Einzelfallprüfung zu den Kursen zugelassen werden. Sogenannte „Dublinfälle“ sind von der Förderung ausgeschlossen.

Aufgrund der Förderung können für Asylwerberinnen und Asylwerber Kurse in allen Regionen Oberösterreichs sehr kostengünstig angeboten werden. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist lediglich ein geringer Beitrag von 0,30 Euro pro Unterrichtseinheit zu bezahlen. Detaillierte Information und Auskunft erteilen die Institute (Arcobaleno, BFI, VHS , VHS Linz, WIFI), die derzeit diese Kurse anbieten.

Bei Bedarf können Fahrtkosten – in der Regel das günstigste Öffentliche Verkehrsmittel - zu den Kursen gefördert werden. Die Asylwerberinnen und Asylwerber sollen diesbezüglich Kontakt mit der für sie zuständigen Betreuungsorganisation aufnehmen.

Die Kosten für Sprachprüfungen von Asylwerberinnen und Asylwerbern aller Herkunftsländer werden ebenfalls gefördert. Dies gilt auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind. Die Anmeldung erfolgt bei zertifizierten Sprachinstituten, die die Förderung direkt mit der Integrationsstelle Oberösterreich abwickeln. Es wird kein Selbstbehalt vom Prüfling eingehoben. Ein Kursbesuch zum Spracherwerb ist nicht Voraussetzung, d.h. es können auch Asylwerberinnen und Asylwerber, die mit Unterstützung freiwillig Engagierter Deutsch lernen, geförderte Prüfungen ablegen.

 

Integrationslandesrat Rudi Anschober dazu:

„Ziel ist, mit den geförderten Deutschkursen auch Lebensweise, Alltagsfragen und z.B. Frauenbild in Österreich zu übermitteln – also Orientierung über das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu vermitteln. Die Integration kann nur über den raschen Erwerb der Sprache gelingen, durch die Themensetzung im Unterricht können zeitgleich aber auch Informationen übermittelt werden zur österreichischen Gesellschaft, damit wird der Unterricht doppelt genutzt.“

 


Anbieter, die im Auftrag des Landes Oberösterreichs Deutsch- und Alphabetisierungskurse durchführen:

Logo Land Oberösterreich Integrationsstelle OÖ   |   Bahnhofplatz 1, 4021 Linz    |   Telefon (+43 732) 77 20-138 53   |   Fax (+43 732) 7720-21 56 19   |   E-Mail: so.post@ooe.gv.at