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2. Quartal 2018: Familie, Kinder und Kinderrechte

Familie, Kinder, Kinderrechte

Die Familie ist die Grundlage unserer Gesellschaft, denn Familien leisten durch die Ausbildung und Erziehung ihrer Kinder einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung. Die in der Familie erfahrenen und vermittelten Werte, Einstellungen und Lebensstile sind prägend für das weitere Leben und für Schlüsselqualifikationen wie Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit, von großer Bedeutung.

Seitens des Familienreferates des Landes Oberösterreich gibt es zahlreiche Familienleistungen wie zum Beispiel die Familienkarte, mit der Ermäßigungen im Verkehrsverbund, bei der Westbahn, günstigeres Tanken bei Turmöl-Tankstellen, eine kostenlose Unfallversicherung für Eltern sowie viele weitere Vorteile verbunden sind. Weitere Leistungen des Familienreferates findet man auf der Webseite des Landes Oberösterreich.

 

Kinder

Es kommt vor, dass sich Eltern keinen Rat mehr wissen, weil ihr Kind ständig Ärger macht oder weil aufgrund von anderen Sorgen (zum Beispiel Problemen am Arbeitsplatz oder wegen eines ständigen Streits mit dem Partner) nicht genug Kraft bleibt, um sich auch noch mit einem trotzenden oder pubertierenden Kind auseinanderzusetzen. In solchen Fällen hilft es, sich Rat von Fachleuten zu holen.

Diesbezüglich kann man sich entweder bei der Kinder- und Jugendhilfe des jeweiligen Bezirks oder direkt an eine Familienberatungsstelle wenden. Auf der Website der Kinder- und Jugendhilfe findet man Beratungsstellen, die man bei Problemen kontaktieren kann.

 

Kinderrechte

"Kinderrechte sind das, was Kinder brauchen, damit es ihnen gut geht".

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ist in Österreich seit 1992 gültig und sichert jedem Kind – also Mädchen und Jungen bis zum 18. Lebenslahr – persönliche, wirtschaftliche und kulturelle Rechte zu. Die Kinderrechtskonvention basiert auf vier Grundprinzipien:

Diskriminierungsverbot: Alle Kinder haben die gleichen Rechte und kein Kind darf – egal aus welchen Gründen (Hautfarbe, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Sprache, Geschlecht, Religion, Behinderung, Vermögen der Eltern etc) – benachteiligt werden.

Vorrang des Kindeswohls: Bei Entscheidungen, die Kinder betreffen, muss das Wohl des Kindes ein vorrangiges Kriterium sein.

Entwicklung: Alle Kinder haben ein Recht auf Leben, Existenzsicherung und bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Beteiligung: Kinder sollen bei Entscheidungen, die sie selbst betreffen, angemessen eingebunden werden und ihre Meinung äußern können.

Ein wesentlicher Aspekt ist auch die Bedeutung der Familie. Die Eltern sollen in ihrer Eigenverantwortung gestärkt und unterstützt werden (zum Beispiel durch ausreichende Kinderbetreuungseinrichtungen). Das Recht aller Kinder, mit ihrer Familie zusammen zu leben ist ebenso in der Konvention enthalten, wie das Recht des Kindes auf beide Elternteile, wenn diese getrennt leben.

 

Die Kinderrechte können in folgende drei Gruppen eingeteilt werden:

Versorgungsrechte: Zum Beispiel zählt dazu das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, auf Zugang zu Gesundheitsdiensten und auf Bildung.

Schutzrechte: In diese Gruppe fallen zum Beispiel das Verbot jeglicher Form von Gewalt gegen Kinder und Schutz vor sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung.

Beteiligungsrechte: Kinder haben das Recht auf eine eigene Meinung, das Recht sich zu versammeln sowie ein Recht auf soziale Integration und Recht auf Partizipation in allen Angelegenheiten, die Kinder betreffen.

 

Weitere Informationen zu Rechten von Kindern finden Sie auf der Homepage der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs sowie auf der Homepage der Kinder- und Jugendanwaltschaft .

 

Folgende Institute bieten Angebote für Eltern und Familien an:

Institut für interkulturelle Pädagogik in Linz (z.B. Lernförderung, Hausaufgabenbetreuung, interkulturelles Elterncafé)

Arcobaleno Linz (z.B. Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe, Deutschkurse für Jugendliche und Erwachsene)

OÖ. Familienbund (z.B. Ferienbetreuung, Erziehungsberatung, Familien- und Paarberatung, Elternbildungsvorträge)

Die Kinderfreunde (z.B. mobile Animation, Spielgruppen)

Kinder- und Jugendanwaltschaft (z.B. anonyme Online-Beratung, Kinderbeistand)

Black Community (z.B. Familienberatung)


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