Vielfalt leben.   Teilhabe sichern.   Zusammenhalt stärken.   Gemeinsam Verantwortung tragen.

Förderung von Integrationsmaßnahmen in Oö. Gemeinden

Gemeinden setzen sich zunehmend mit den Themen Migration und Integration auseinander. Viele Gemeinden erkennen ihre Verantwortung und äußern grundsätzliches Interesse bzw. den Wunsch, integrationsfördernde Maßnahmen zu setzen bzw. wurden auch bereits in diesem Bereich bereits einige Integrationsmaßnahmen gesetzt und somit ein respektvolles und gleichberechtigtes Zusammenleben in der Gemeinde erreicht.

Da die Mitglieder unserer Gesellschaft mit unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und „Hintergründen“ ausgestattet sind, ergibt sich eine gesellschaftliche Vielfalt, die derart zu gestalten ist, dass ein gelingendes Zusammenleben möglich bleibt und Integration gelingen kann. Darüber hinaus ist es wichtig, bedarfsorientierte Angebote zu schaffen, damit der Zugang zu den Regelsystemen für alle Bürgerinnen und Bürger gesichert ist und die gesamtgesellschaftliche Teilhabe Aller gefördert wird.

Die Integrationsstelle Oberösterreich fokussierte in den letzten Jahren das Thema der regionalen bzw. kommunalen Integrationsarbeit in Oberösterreich, da die Gemeinde selbst die Lebenswelt der in ihr lebenden Menschen ist. Daher soll für die Gemeinden eine entsprechende Unterstützungs- und Angebotsstruktur geschaffen werden, die die Gemeinden in Anspruch nehmen können.

 

Im Rahmen der Förderung von Integrationsmaßnahmen in oö. Gemeinden sollen die Gemeinden in vier Bereichen unterstützt werden:

  1. Aufruf an die Gemeinden zur Einbringung von Integrationsmaßnahmen (bereits laufend, oder in Entwicklung) und Integrationsstrategien – „Kick-Off Phase“
    Für die ersten 50 Gemeinden, welche eine kurze nachvollziehbare Maßnahmenbeschreibung einreichen, werden jeweils € 5.000,00 im Budget der Integrationsstelle vorgesehen. Die Maßnahmenbeschreibung soll – entsprechend dem Integrationsleitbild des Landes Oberösterreich – eine nachvollziehbare und wirkungsorientierte Einbettung der jeweiligen geplanten bzw. umgesetzten Maßnahmen (z.B. Sprachkurse, Begegnungsfeste, bestehende Angebote, etc.) in die Lebenswelt der einzelnen Gemeinde beschreiben. Da unterschiedliche Gemeinden auch unterschiedliche Herausforderungen haben, wird auf die einzelnen Umstände im Rahmen der Prüfung Rücksicht genommen. Die Integrationsstelle Oberösterreich prüft die vorgelegten Konzepte entsprechend der Allgemeinen Förderrichtlinien des Landes Oberösterreich und des Integrationsleitbildes.
  2. Förderung von bestehenden Angeboten für Gemeinden
    Bestehende Angebote unterschiedlichster Anbieter in unterschiedlichen Bereichen (z.B. Sprache, Bildung, Sport, etc.) werden weiterhin bzw. werden erstmalig gefördert. Diese Vorgehensweise dient dazu, gute Angebote in Gemeinden zu ermöglichen, welche die Finanzierung bisher nicht aufbringen konnten. Eine Finanzierungsbeteiligung der Gemeinden wird empfohlen, da die Gemeinden selbst Verantwortung für die angebotenen Maßnahmen übernehmen sollen.
  3. Förderung von Maßnahmen aus Gemeindebegleitungsprozessen
    Maßnahmen, die im Zuge der Prozessbegleitung (istOÖ, ReKI, BvO) bei einzelnen Gemeinden entwickelt werden, sollen entsprechend finanziell unterstützt werden.
  4. Förderung von Bildungsangeboten für Gemeindebedienstete bzw. Gemeindepolitiker
    Regionales, funktionsspezifisches Fortbildungsangebot der Integrationsstelle in Wechselwirkung mit den Angeboten des Gemeinde- und Städtebunds, welches der Wissens- und Fertigkeitenvermittlung im Integrationsbereich dienen sollen. Die Fortbildungsangebote werden gänzlich vom Land Oberösterreich gefördert. (Ausnahme Lehrgang ikomp vorort)

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